ZU WEM PASST EIN BEARDIE


 

Wie die meisten Hütehunde ist auch der Bearded Collie ein ausgezeichneter Familienhund. Kindern ist er ein liebevoller Begleiter und nimmermüder Spielkamerad. Sein enormes Bewegungsbedürfnis macht ihn aber nicht zu einem einfachen zu haltenden Hund. Mindestens zwei Stunden pro Tag muss man ihm Gelegenheit zum herumspringen, toben und laufen geben. Ist man hierzu nicht bereit oder in der Lage, so wird er den Garten umgraben, in der Wohnung alles auf den Kopf stellen und sich auch sonst noch viele kleine oder grössere Dummheiten einfallen lassen. Sein ausgesprochen quirliges Temperament kann für weniger aktive Menschen zur Plage werden. Möchte man ihn jedoch regelmässig zum joggen mitnehmen, kann man sich keinen besseren Kollegen vorstellen. Die meisten Beardies werden sehr alt. 12 bis 14 jährige Hunde, denen man das Alter weder ansieht noch anmerkt, sind keine Seltenheit.

Als immer freundlicher Hund geht er Streitereien mit Artgenossen wenn möglich aus dem Wege. Im Gegensatz dazu ist er aber jederzeit bereit, seine Familie und das dazugehörenden Eigentum wachsam gegen Gefahr zu verteidigen.

Erziehen lässt sich der Beardie gut und gern, sogar das Bellen kann unter Kontrolle gebracht werden, wenn es dabei liebevoll konsequent und nicht hart zu und her geht, denn Härte verträgt er nicht.

Für Agility ist er auf Grund seiner guten Auffassungsgabe, Spielfreudigkeit und Schnelligkeit bestens geeignet. Prüfungen zum Schutzhund, wie sie z.B. für den deutschen Schäferhund abgehalten werden, sollte man aber nie anstreben. Das Wesen des Beardies ist hierfür nicht geeignet.

Die Pflege des langen Fells ist zeitaufwendig, aber nicht schwierig und wird in einem anderen Kapitel beschrieben

Liebhaber langhaariger Rassen, welche einen mittelgrossen, nicht zu schweren, springlebendigen, äusserst aktiven und langlebigen, gelehrigen Hund suchen, werden das Temperament und den Charme des Beardie geniessen und mit ihm glücklich werden.