DER ERSTE TAG


 

Der Erste Tag im neuen Zuhause 

 

Nach der Ankunft zu Hause bringt man den Welpen zuerst auf seinen vorgesehenen Versäuberungsplatz, bevor man ihn ins Haus nimmt. Je nach Situation lässt man ihn angeleint oder unangeleint so lange herum schnüffeln, bis er sich entleert. Während der ganzen Entleerungsphase wird der Welpe mit schmeichelnder Stimme gelobt. Hier kommen die Faktoren Zeit und Konsequenz zum Zuge, sie sind der Schlüssel zur erfolgreichen Hundeerziehung.Nun kommt der Welpe ins Haus. In der Wohnung braucht er viel Zeit, um sich umzusehen und all die neuen Gerüche kennen zu lernen. Ermuntern Sie Ihren Hund auf der Erkundungstour ohne ihn zu bedrängen und u überfordern.Nach einer Weile kann man ihm die erste Mahlzeit am vorgesehenen Fressplatz verabreichen. Unmittelbar nach dem Fressen wird der Welpe wieder ins Freie getragen, damit er sich erneut versäubern kann. Zurück im Haus wird der Kleine weiter auf Entdeckungsreise gehen oder spielen, um dann gelegentlich einen ihm genehmen Ruheplatz aufzusuchen. Nach dem Aufwachen wird er sich wieder versäubern müssen. Im Haus sind Türen jener Räume, zu welchen er keinen Zutritt hat geschlossen. 

 

 

Die ersten Nächte ohne Mutter und Geschwister

 

 Ihr Welpe musste noch nie alleine schlafen, und wir hoffen, dass Sie ihm diese traurige Erfahrung ersparen, bis er sich bei Ihnen zu Hause fühlt. Die sanfteste Methode, dem Welpen Nachts die nötige Geborgenheit zu bieten, die er bis dahin durch seine Geschwister hatte, ist sicher die, das Lager des Welpen neben Ihrem Bett zu installieren, oder ein Bett neben dem Lager des Welpen aufzustellen. Der Welpe kann so durch Streicheln beruhigt werden und Sie merken auch rasch, wenn er sich entleeren muss und können schnell mit ihm das Freie aufsuchen. In der kalten Jahreszeit muss sich der Besitzer warm anziehen, damit er dem Welpen genügend Zeit lassen kann sich zu versäubern – dies trägt wesentlich zum schnellen erreichen der Stubenreinheit bei. Ein Hund, der anfangs im Schlafzimmer schläft, kann ohne Probleme langsam ausquartiert werden. Das Hundelagen wird nach einigen Nächten meterweise vom Bett entfernt, bis es schliesslich am definitiven Standort landet. 

 

Die ersten drei Wochen 

 

Nach 2-3 Tagen Eingewöhnungszeit im Haus und Garten, ist die Zeit gekommen, die grosse weite Welt zu erkunden. Mit der Gewöhnung an das Halsband und den ersten Gehversuchen an der Leine können Sie schon in den ersten Haus-Garten-Tagen starten. Draussen beginnt man mit kleinen Quartierrunden von wenigen hundert Metern, 2-3 Mal über den Tag verteilt. Grosse Märsche sind wegen der noch zu weichen Knochen und der schnellen Ermüdbarkeit tabu. Der Welpe zeigt seine Müdigkeit in der Regel nicht an, sondern er wird vom Willen getrieben, Ihnen zu folgen. Es liegt also an Ihnen die Dosis zu bestimmen.Wenn der Welpe Artgenossen trifft, soll er sein angelerntes Sozialverhalten weiterentwickeln können. Er muss mit andern Hunden spielen können, doch auch hier müssen Sie gelegentlich für Einhalt sorgen. Wie beim Spazieren gilt: öfter, aber kurz ist weit besser als selten, dafür lang. Mit der Wohnung inzwischen bestens vertraut, ist er täglich für neue Taten bereit. Die Neugierde des Junghundes ist grenzenlos und da er keine Hände zum Anfassen hat, benutzt er seinen mit spitzen, perforierzangenähnlichen Zähnen ausgestatteten Fang. Stuhlbeine, Teppichfransen und Kabel sind bevorzugte Kauobjekte. Greifen Sie sofort ein und offerieren ihm ein hundegerechtes Spielzeug oder ein Kauobjekt.