Die verschiedenen Fellfarben des Bearded Collie

 

Vier Fellfarben bestimmen das Beardie-Bild: schwarz, blau, braun und fawn (sandfarben). Genetisch gesehen gibt es jedoch nur die beiden Farben schwarz und braun. Blau und fawn sind Varianten, welche auf Grund eines Erbfaktors die Verdünnung der Farbkörperchen im Haar bewirken.

Am besten ist die Farbe beim jungen Welpen zu erkennen. Scharzgeborene haben schwarzes Nasenpigment. Bei den Blaugeborenen ist das Nasenpigment schiefergrau und bei den Braungeborenen ist es dunkler braun als bei den helleren Fawnfarbigen. Da die meisten Welpen im Alter von 6 - 10 Wochen aufhellen und die Farbe dann je länger je schwerer zu beurteilen ist, werden die Geburtsfarben heute in die Ahnentafel eingetragen. Im Alter von einem Jahr kann ein schwarzgeborener Welpe eine undifinierbare Farbe hellgrau bis fast weisse Farbe haben, ebenso wie ein braungeborener Welpe. Auch schwarzgeborene Welpen die im jugendlichen Alter von 1 - 1 1/2 Jahren ein wunderschönes sattes braunes Fell haben sind keine Seltenheit. Erkennbar als Schwarzgeborene sind sie dann nur am tiefschwarzen Nasenspiegel und werden sich in der Fellfarbe wieder verändern. Auch die Augenfarbe (sie ist der Fellfarbe angepasst) kann aber muss nicht Auskunft geben über die zu erwartende Fellfarbe. Beardies sind, einfach gesagt, Fellfarben - Wundertüten. Man weiss nie, wie sie werden. Hellgrau, dunkelgrau, schiefergrau, mittelgrau, blau, sandfarben, hell- oder dunkelbraun, alle Farben sind attraktiv und werden vom Beardie mit grosser Eleganz getragen.

Ganz einfarbige Welpen werden selten geboren, normalerweise gibt es am Fang, auf dem Schädel, auf der Brust, an den Läufen und an der Schwanzspitze weisse Abzeichen. Weiss darf aber nur in begrenztem Masse vorhanden sein und ist im gültigen FCI Standard genau beschrieben.

Auch wenn es diese offiziellen Farben gibt, ist kein Beardie in der Farbe gleich dem anderen. Vorhersehbar ist die Farbe des erwachsenen Hundes auch nicht. Die Erbanlagen werden durch sog. Modifikationen (Veränderungen) beeinflusst was einen öfteren Wechsel der Schattierung hervorruft.
Weisse Beardies waren früher und sind auch heute noch unerwünscht.

 

 

Der Bearded Collie heute


Der ehemals etwas unscheinbare, rauhaarige Bearded Collie verwandelte sich seit Beginn der Reinzucht in einen wunderschönen, attraktiven Hund. Er ist sehr temperamentvoll, aber nicht nervös oder aggressiv. Fremden gegenüber benimmt er sich freundlich und unkompliziert.

Sein Kopf ist gut proportioniert und die im Farbton auf das Haarkleid abgestimmten Augen schauen sanft und liebevoll. Die Knochen sind kräftig aber nicht schwer oder plump und stehen in gutem Verhältnis zum schlanken Körperbau. Die tief angesetzte, lange Rute wird bei fröhlicher Bewegung ausgestreckt getragen und ist auch sonst fast immer in Aktion. Sein langes hartes Deckhaar ist zottig und die dichte Unterwolle weich und pelzig. Dieses doppelte Haarkleid bildet einen ausgezeichneten Schutz bei Wind und Wetter und darf nicht getrimmt werden. Überlanges, bis auf den Boden reichendes Haar ist ausgesprochen unerwünscht. Wichtig aber ist der typische Bart dem diese Rasse den Namen "bärtiger" Collie = "Bearded" Collie verdankt.